Tag 1

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Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Anbringen der Mosquitonetze an einer eindeutig zu hohen Wand, hatten wir, übermüdet wie wir waren, eine gute Nacht. Zum Frühstück gab es ganz typisch nicaraguanisch „Gallo Pinto“ also Bohnen und Reis und leckerste frische Früchte. Im Anschluss lernten wir einige Schüler aus unserer Partnerschule „Corazón de Jesus“ kennen. Mit ihnen und einigen anderen Schülern werden wir in den nächsten Wochen viel Zeit verbringen und hoffen sehr, dass sich unserer Spanischkenntnisse noch um Längen verbessern werden. Nach kurzem Kennenlernen und einem Abstecher in die Bibliothek von San Marcos stand heute ein Besuch bei „APRODIM“ auf dem Programm. APRODIM ist sozusagen das Welt Haus in Nicaragua. Es kümmert sich also um die Schüleraustausche und Patenschaften, betreibt außerdem einen Radiosender, leitet und koordiniert ein Aufforstungsprojekt und gibt Kleinkredite an Frauen, die sich so eine Existenz aufbauen können. Auch die ganzen Geschenke, die wir für alle möglichen Leute mitgebracht hatten, konnten wir hier abgeben. In der brütenden Hitze ging es dann zu drei verschiedenen „Fincas“, also Bauernhöfen, in denen meist Kaffee, Kakao, Mangos oder andere Früchte angebaut werden. Früher war der Kaffee die wichtigste Exportware für Nicaragua. Heute steht Fleisch an erster Stelle und die Kaffeeproduktion wird vom Klimawandel stark erschwert. Alle diese Bauernhöfe sind Teil einer besonderen ökologischen Tourismus-Route und werden von APRODIM unterstützt. Ihre Größe wird in „mesas“ also Äpfeln angeben. Der 8 mesas (16 Hektar) große Bauernhof erinnerte schon fast an einen Urwald mit großen Palmen und vielen Früchten. In einem anderen Bauernhof wurde uns ein besonderer Herd gezeigt, der bis zu 70% des normalerweise benötigten Holzes spart und somit die Umwelt schont. Zudem werden in den Bauernhöfen teilweise Pilotstudien für umweltschonende Projektedurchgeführt Wir sahen zum Beispiel eine Anlage, in der getestet wird, ob eine bestimmte Pflanze schmutziges Wasser so gut reinigen kann, dass es anschließend zum Wässern von Pflanzen wiederverwendet werde kann. Wir wurden immer sehr freundlich empfangen und man merkte, dass sich die Leute viele Gedanken um die Natur machen und sich bemühen, ihren kleinen Teil zur Verbesserung der Zustände beizutragen. Am Nachmittag verabschiedeten wir dir Schüler aus Dulce Nombre und waren relativ erstaunt als es kurz nach 6, als wir uns auf zum Abendessen aufmachten, was uns freundlicher Weise von einer netten Frau zubereitet wurde, schon echt dunkel war.

-Maggy-

 

Das mit vielen angebrachte Moskitonetz

Das mit vielen Mühen angebrachte Moskitonetz

Bildschirmfoto 2016-03-06 um 18.16.42

Unsere Reise nach Nicaragua

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Sonntag um drei Uhr morgens hat unsere Reise begonnen. Wir sind nach Frankfurt gefahren, um unseren Flug nach Nicaragua zu bekommen. Die nächsten drei Wochen werden wir dort verbringen. Auf diese Austauschreise freuen wir, das sind Alexis, Sandro, Lotta, Frieda, Julia, Frau Schreiber, Ana, Maggy und Fiona, uns schon seit letztem Jahr. Unsere Reise wurde nämlich um ein Jahr verschoben, weil wir damals die benötigten Fördergelder nicht bekommen konnten. Doch nun warten auf uns drei Wochen zusammen mit unseren Freunden aus Dulce Nombre! Wir werden während unseres Aufenthalts in Nicaragua sehr viel erleben und wollen hier schon mal einen kleinen Ausblick geben. Geplant ist, verschiedene Workshops zu besuchen, wie zum Beispiel einen Hängemattenworkshop. Außerdem besuchen wir unsere Partnerschulen, wandern auf einen Vulkan und fahren mit unseren Freunden ans Meer. Ein weiteres Highlight ist unser Besuch im Norden des Landes, wo wir uns Anschauen, wie aus der Kakaobohne letztendlich die leckere Schokolade in unseren Läden wird. Außerdem möchten wir beim Ernten der Schoten tatkräftig helfen. Wir werden uns auch mit der Literatur und Musik des Landes beschäftigen und ein Konzert von Katja Cardenal, einer bekannten nicaraguanischen Sängerin, besuchen. Heute konnten wir von alledem erstmal nur träumen, denn nach Nicaragua brauchten wir inklusive der Zeitverschiebung von 7 Stunden etwa 26 Stunden. Wir hatten einen scheinbar endlosen Flug nach Atlanta (USA), auf dem einem selbst das Filmeschauen irgendwann langweilig wurde und man jegliches Gefühl für Raum und Zeit verlor. Doch damit war es noch nicht geschafft. Wir stiegen um in den Flieger nach Managua, wo uns Teresa Popp dann mit dem Bus abholte und mit uns nach San Marcos fuhr. An unserer Unterkunft wurden wir freudig mit schwenkenden nicaraguanischen Fahnen begrüßt und bekamen allmählich das Gefühl, in Nicaragua angekommen zu sein. Wir werden euch hier die nächsten drei Wochen alles berichten, was wir erlebt haben. Also wenn ihr Lust, habt schaut vorbei!!

-Fiona-

 

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Sonnenaufgang am Frankfurter-Flughafen

Sonnenaufgang am Frankfurter-Flughafe

Barcelona

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Die Texte über die Schulpartnerschaft zu Barcelona folgen beim nächsten Besuch!

Wer sind wir

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Entstanden ist die SchülerFAIRma aus der Nicaraguagruppe, welche sich auf Grund des seit 2002 bestehenden Briefwechsels mit Schülern der Schule „Corazon de Jesùs“ in Dulce Nombre bildete. Nach den ersten Austauschreisen und gemeinsamen Projekten mit unserer Partnerschule in Dulce Nombre suchten Schüler nach einer nachhaltigeren Finanzierungsmöglichkeit für die Zukunft. Sie entschieden sich für eine Schüler-GmbH, in der man das bereits existierende Schülercafé mit einbeziehen wollte. Außerdem galt es, eine feste Gruppe zu bilden, die sich um den Austausch kümmern sollte. Unsere konkreten Ziele, sowie die Grundidee der SchülerFAIRma sind in unserem Selbstverständnis formuliert:

  • „Wir sind ein von Schüler_innen geleiteter Zusammenschluss, der sich als Schülerfirma (Schüler-GmbH) organisiert.
  • Unsere Anliegen bei der Arbeit sind globales Lernen, Fairness (im Umgang und bei der Ressourcennutzung), Umweltbewusstsein, nachhaltiges Handeln und Verantwortungsbewusstsein. Diese Prinzipien setzen wir uns selbst als Maßstab und wollen andere dafür sensibilisieren.
  • Wir arbeiten als ein von Schüler_innen geleitetes Unternehmen, unter Beratung und Begleitung von Lehrer_innen. Ehrenamtlich einbringen können sich Schüler_innen ab der vierten Klasse, Lehrer_innen sowie Eltern unserer Schule. Es erfolgt keine Vergütung. Die Leitung wird von zwei Schüler_innen übernommen. Des Weiteren teilt sich die SchülerFAIRma in verschiedene Abteilungen für die je ein_e Abteilungsleiter_in verantwortlich ist.
  • Wir möchten wirtschaftlich nachhaltig und erfolgreich arbeiten. Hierfür veranstalten wir Basare, Caterings und betreiben das Schülercafé unserer Schule. Beim Einkauf von Lebensmitteln achten wir auf fairen Handel, Regionalität, ökologischen Anbau undwenig Verpackungsabfall (siehe Richtlinien für den Produkteinkauf). Außerdem soll das Angebot saisonal sein.
  • Mit unseren Gewinnen unterstützen wir Projekte mit und in unserer Partnerschule „Corazón de Jesús“ (Dulce Nombre, Nicaragua) und deren unmittelbaren Umgebung. Außerdem verwenden wir unsere finanziellen Mittel für Investitionen vor Ort, die unserem Selbstverständnis entsprechen. Weiterhin beteiligen wir uns an Kosten die im Rahmen von Schulaustauschen unserer Schule anfallen.
  • Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Schulpartnerschaften mit den Schulen „Corazón de Jesús“ und „La Salle Horta“ (Barcelona, Spanien). Hierbei sind unsere Ziele der regelmäßige Kontakt zu diesen aufrecht zu erhalten, gegenseitige Besuche zu organisieren und gemeinsame Projekte durchzuführen. Über solche Aktivitäten informieren wir und beteiligen weitest möglich Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern unserer Schule.
  • Mitglieder der SchülerFAIRma bringen sich aktiv bei der Koordinationsgruppe „Fair-Trade-School“ ein. Somit beteiligen sie sich bei der Verankerung wichtiger globaler Lerninhalte im Schulalltag.
  • Bei unserer Arbeit kooperieren wir eng mit dem Eine-Welt-Haus Jena e.V. und dem Eine-Welt-Laden Jena.“