Ein neues LOGO!

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Aus Marsmännchen wurde der Guardabarranco!

Veränderung sollte her und sie kam.

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Die SchülerFAIRma der Jenaplan-Schule-Jena gibt es jetzt schon seit 2010. Erkennbar war sie stets unter einem grünen Marsmännchenkopf der freundlich im Logonamen lächelte. Die Antenne des Marsmänchen stellte das „i“ in „FAIR“ da. So niedlich dieses Logo auch war, kam es jedoch oft vor, dass aus unserer „SchülerFAIRma“ die „SchülerOma“ wurde, da der runde Kopf für ein „o“ gehalten wurde. Witzig ja, aber leider hatte dies nicht im geringsten mit unseren Absichten zu tun.

Im Schuljahr 2015/16 kam es dazu, dass wir frische Ideen und Veränderung brauchten bzw. wollten. Also waren wir auch der Meinung, ein neues Logo muss her. Ein Logo mit dem wir uns besser identifizieren konnten.

In der PROWO 2015/16 tüftelten wir dann also endlich an Symbolen, Schriftzug, Farben,….wenn schon, denn schon! Proffessionnell stand auf unserem Plan.

Im Vordergrund  unserer Fairma steht immer der Austausch/die Partnerschaft mit unserer Partnerschule „Dulce Nombre“ in  Nicaragua. Also sollte in unserem Logo dies auch erkennbar sein. Da rege Brieffreundschaft zwischen Schülern unserer Schule sowie aus Nicaragua besteht, war das Symbol „Briefumschlag“ perfekt als Symbol des Austausches geeignet. Um darzustellen mit wem wir diesen Austausch gestalten, wählten wir den Guadabarranco. Der Guadabarranco ist der Nationalvogel Nicaraguas und durch seine speziellen Farben sowie die außergewöhnliche Schwanzform schnell wieder zu erkennen. So stellt also der Schriftzug „SchülerFAIRma“ uns, als Firma,  hier in Deutschland dar und der Guadabarranco unseren „zweiten Teil“ in Nicaragua. Der Brief die Verbindung. Durch den schwungvollen Flügelschlag des Vogels, soll die Aktivität unserer Partnerschaft zum Ausdruck kommen.

Des Weiteren haben wir Farben festgelegt, welche dazu dienen sollen unsere Produkte immer erkennbar zu machen. Die Farben sollten Frische, Umwelt, Nachhaltigkeit und Motivation ausdrücken. Orientiert haben wir uns hierfür ebenfalls am Guadabarranco, welcher genau solche Farben in seinem Federkleid trägt. Am Ende haben wir uns für ein frisches Grün, ein warmes Orange und ein leuchtendes Blau entschieden, da sie in der Kombination genau die gesuchte Würze bieten.

Und fertig ist unser neues Design, unter welchem wir nun immer gut erkennbar auftreten!

Spenden

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In unserer SchülerFAIRma drehen sich seit einigen Wochen alle Aktivitäten um ein Crowdfunding-Projekt in Dulce Nombre, Nicaragua. Die dortige Bibliothek „Guardabarranco“, nahe Jenas Partnerstadt San Marcos, soll ein Internetcafé bekommen.

Warum braucht Dulce Nombre eine derartige Einrichtung? Nicaragua ist das ärmste Land Mittelamerikas. Freier Informationszugang und Bildung sind die erfolgreichsten Wege aus der Armut. Aus diesem Grund unterstützt die SchülerFAIRma seit vielen Jahren die dortige Bibliothek.

Die meisten Leute im Gebiet um Dulce Nombre leben eher schlecht als recht von der Landwirtschaft und haben einen nur sehr eingeschränkten Zugang zu Computern. Deshalb wurde nun ergänzend zur Bibliothek ein Internetcafé für die Bevölkerung eingerichtet. Der freie Zugang zu Internet und Medien ist ein großes Gut, das insbesondere Jugendlichen neue Perspektiven, umfangreichere Bildung und das Pflegen sozialer Kontakte außerhalb des Dorfes ermöglicht.

Im Juni 2016 wurde das Internetcafé feierlich eröffnet. Geplant ist, dass es sich zukünftig durch tägliche Einnahmen selber finanzieren kann. Allerdings benötigt es zu Beginn eine Anschubfinanzierung, um Anlaufschwierigkeiten zu überwinden. Aus diesem Grund wurde vom Eine-Welt-Haus e.V. unter Initiative von Ole Breither und Theresa Wittrien, ehemaligen Schülern der Jenaplan-Schule, ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen. Die SchülerFAIRma unterstützt das Projekt mit vielfältigen Aktionen, z.B. einem Waffelbasar, Verkaufsständen auf Festen sowie Sonderessen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an der Jenaplan-Schule. Die Einnahmen gehen direkt an das Internetcafé. Noch bis zum 20. Oktober kann jeder spenden und zur Realisierung des Projektes beitragen.

Weitere Informationen können Sie unter www.startnext.com/internet-dulcenombre finden.
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Sommerfest des Eine-Welt-Haus

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Schon Tradition hat die Teilnahme der SchülerFAIRma beim Sommerfest des Eine-Welt-Haus e.V. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren wir am Samstag, den 27. August, mit einem Stand vertreten und haben mit Sommerbowle und Obstsalat für Kühlung gesorgt.

Klausurtagung

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Das neue Schuljahr startete in der SchülerFAIRma mit einer Klausurtagung am Dienstag, den 30. August. Ein Rückblick auf Gelungenes im letzten Schuljahr, aber auch Arbeitsschwerpunkte für das kommende standen auf dem Programm. Wir planen für das Frühjahr 2017, Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule in Dulce Nombre einzuladen, um laufende Projekte fortzuführen (z.B. Müllprojekt) und neue Ideen umzusetzen (z. B. Aufklärungsprojekt). Wer Interesse hat, bei der Organisation des Besuches mitzuhelfen, meldet sich einfach bei der Leitung.

Dienstagsessen und Suppenangebot

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Die Verantwortungsgruppe der SchülerFAIRma verkauft in diesem Schuljahr jeden Dienstag warmes Essen. Neu dazu gekommen ist ein zusätzliches Suppenangebot für die Lehrer und Erzieher in unserer Schule. Am 13.9., starteten wir mit einer Rote Linsen-Kokos-Tomaten-Suppe und einer Blumenkohlsuppe. Das Lehrerzimmer war sehr gut gefüllt, trotz hitzefrei, und wir konnten alle Suppen verkaufen. Das war ein toller Start!!! Nächste Woche gibt´s Tomatensuppe. Im Lehrerzimmer liegt eine Liste, in die sich jeder Interessent eintragen kann!

 

Kochbuch

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In unserer diesjährigen Projektwoche erstellten wir:

…ein Sammelkochbuch unter dem Titel „Fair Kochen“.

Das Kochbuch besteht aus einem Starter-Paket, indem einige Informationen über die SchülerFAIRma sowie den fairen Handel und die ersten drei Rezepte vorhanden sind. Dazu kaufen, kann man in kleineren Päckchen jeweils 3-4 weitere Rezepte, die mit Hilfe einer ab machbaren Buchschraube einfach hinzuzufügen sind. Auf den Rückseiten der Rezeptkarten sind spannende Informationen einer Zutat aus dem jeweiligen Rezept plus ein passendes Foto zu sehen.

Tag 19

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Wir befinden uns beinahe am Ende unserer Reise. Gegen fahren wir los, um zum Flughafen zu fahren, bei welchem wir uns von unserem Freund, dem Busfahrer verabschieden. Am Flughafen versuchen einige von uns noch, ihre letzten Cordobas loszuwerden, weil diese in Deutschland ja nur sehr eingeschränkt nutzbar sind. Um den Leser nicht mit unnötigen Flughafen Details zu quälen, kürze ich die Beschreibung an dieser Stelle ab, und sage einfach, dass wir das Flugzeug den Umständen entsprechend angenehm erreichten. Der Flug verläuft bis auf die Tatsache, dass Lotta meinen Fensterplatz geklaut hat >:(, einigermaßen ruhig.
In Atlanta erwarten wir, dass uns beim Aussteigen des Flugzeugs eine Menge Polizisten umzingeln, weil wir unerlaubter Weise Kakaoschoten mit uns führen, allerdings stellt sich diese Sorge als unbegründet heraus. Allerdings dürfen bei der nächsten Sicherheitskontrolle einige Mitglieder unserer famosen Reisegruppe ihr Handgepäck durchwühlen lassen. Während wir auf unseren Flug nach Frankfurt warten, fällt uns eine andere Schülergruppe auf, welche allem Anschein nach einen Schüleraustausch oder etwas Ähnliches in den Vereinigten Staaten von Amerika hinter sich hat. Wir sind aber im Moment nicht dazu aufgelegt, weitere Kontakte zu knüpfen, weshalb wir sie mehr oder weniger ignorieren.
Im Flugzeug komme ich endlich in den Wohlverdienten Genuss meines Fensterplatzes. Obwohl das Flugzeug zwischendrin recht heftig wackelt, kommen wir gut in Deutschland an. Wie erwartet begrüßen uns die 50 Grauschattierungen aus den Höhen des Himmels. Aber wie heißt es so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Gut, dass die meisten daran gedacht haben, sich eine warme Jacke in das Handgepäck zu tun.
Während wir uns im Bus auf dem Weg nach Jena befinden denkt jeder von uns über den Austausch nach. Wir reflektieren die Ereignisse, die entstandenen Freundschaften und gesammelten Erfahrungen, denken über das Vergangene nach. Ein wichtiger Gedanke ist allerdings auch, wie es nach dieser Reise weiter gehen soll. Ein wichtiges Ziel wird auf jeden Fall sein, einen regen Kontakt zu den Nicaraguanern aufrecht zu erhalten. Außerdem wäre es wundervoll, wenn wir unseren Latino-Freunden für den hoffentlich eintretenden Fall eines Rücktausches ebenso gute Gastgeber sein können, wie sie es für uns waren. Sicher können wir von ihnen noch weit mehr lernen, als wir das in den vergangenen Wochen getan haben. Mit Gewissheit kann ich sagen, es wird kaum unzufriedene Gesichter nach einem so gelungenen Austausch geben.
Bis zum nächsten Mal!

-Sandro-

Der heilige Fensterplatz

Der heilige Fensterplatz

Tag 18

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Heute war unser letzter Tag im schönen Nicaragua. Der Morgen begann mit unserem letzten Frühstück bei Doña Lillia mit ganz vielen Früchten, Gallo Pinto und Toast mit Avocado. Danach machten wir uns auf zu unserem Abschlusstag am Meer. Zusammen mit den Nicas fuhren wir in unseren Kleinbussen an den Pazifik. Schon als wir den Ozean durch die Fenster des Busses sahen wollten wir uns sofort hinein stürzen. Wir kamen an einem schönen Sandstrand an, den wir ganz für uns alleine hatten. Das Meerwasser war angenehm kühl und salzig. Wie beim letzten Mal gab es schöne große Wellen in die man sich reinstürzen konnte.
Zum Mittagessen hatten alle etwas mitgebracht. Also gab es ein reichliches Buffet mit Gallo Pinto, süßen Früchten, Käse, Reis und vielem mehr.
Nach dem Mittagessen versammelten wir uns noch zu einer kleinen Auswertungsrunde in welcher jeder sagen sollte, was ihm gut gefallen hat, was nicht so gut war und was besonders in Erinnerung geblieben ist. Es steht fest, dass alle eine schöne Zeit hatten und viel für sich selber mitnehmen konnten. Wir beschlossen, dass die Kommunikation zwischen den beiden Ländern noch intensiver werden soll und dass wir weiterhin Spanisch lernen um uns noch besser verständigen zu können.
Die Nicas hatten für uns noch eine Überraschung parat. Jeder von uns bekam ein selbstgemachtes Armband, mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben geschenkt. So haben wir alle etwas, was uns täglich an diese erlebnisreichen drei Wochen erinnern wird. Nach eine letzten gemeinsamen Bad im Meer mussten wir uns dann schweren Herzens von einander verabschieden. Doch wir sagten uns nicht tschüss sondern bis bald, denn wir möchten nun auch den Nicas unsere Welt zeigen und sie sobald es möglich ist zu uns nach Deutschland einladen.
Wir möchten uns hier nun auch nochmal bei allen bedanken, die dafür gesorgt haben, dass dieser Austausch so geklappt hat. Zu einem Austausch gehört immer sehr viel Vorbereitung, sehr viel Weitsicht und Struktur aber auch während dessen viel Flexibilität und Koordierungsgeschick. Ohne die Menschen, welche im Hintergrund agiert haben wäre dieser Austausch nicht möglich gewesen.

-Fiona-

 

Abschiedsgeschenke

Abschiedsgeschenke

Eine kleine Reflexionsrunde

Eine kleine Reflexionsrunde

Tag 17

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Karnevalsumzug Granada

Karnevalsumzug Granada

Vom Geräusch des Ventilators in unserem Hotel geweckt, beschlossen wir aufzustehen, da es eh schon morgens war. Wir machten uns also auf den Weg, um Frühstück zu finden. Wir liefen hungrig und noch ein Bisschen müde durch halb Granada, bis wir dann doch ein Hotel fanden, welches ein Frühstücksbuffet anbot. Wir fackelten also nicht lange und bezahlten die geringen Eintrittskosten ins Schlaraffenland. Einmal drinnen, konnten wir uns so viel Essen vom Buffet nehmen, wie unser hungriger Bauch begehrte. Das Buffet umfasste alle Speisen, welche man in Nicaragua typischerweise frühstückt, wie zum Beispiel Gallo Pinto, Tortilla und Queso Frito, aber auch Toast, Marmelade und Joghurt. Das Beste war allerdings, die Möglichkeit sich bei den Hotelmitarbeitern einige Speisen zu bestellen, welche dann an den Tisch geliefert wurden. So konnte man sich zum Beispiel Pancakes oder Omelett bestellen. Diesen Lieferservice nutzen wir so extrem, das wir nach c.a.2 Stunden ausgelassenem Gelage immer weiter mit Essen versorgt wurden welches wir nicht bestellt hatten. Ein Grund für unseren unnatürlichen Hunger war die Tatsache, dass uns prophezeit wurde es gäbe heute kein Mittagsessen. Nachdem wir uns irgendwie aus dem Hotel befördert hatten, was nicht leicht war, da unsere Bäuche während des Festmahls auf die doppelte Größe angeschwollen waren, oder wir uns zumindest so fühlten, wollten wir uns zum Lago Cocibolca, dem Nicaraguasee begeben. Da es anscheinend einen Streik der Taxifahrer, oder so etwas in Granada gab, mussten wir den Weg zum Wasser laufen, was aber nicht allzu sehr schmerzte, da wir eh noch keinen Morgensport gemacht hatten. Auf dem Weg zum See konnte man weitere Vorbereitungen für das Poesiefestival beobachten, welches bereits am Vortag eröffnet wurde. Am Wasser abgekommen mussten wir noch zu den Booten laufen, da wir von dort aus eine Tour in den Islettas von Granada machen wollten. Auf dem Weg überfielen uns Unmengen von Mücken, welche den Boden komplett überdeckte, so dass man dachte man laufe auf einem Fliegenteppich. Als wir die Bootsstege erreichten, machte uns ein Nicaraguaner in grünem T-Shirt ein Angebot, dass wir mit seinem Boot durch die Islettas fahren könnten, selbstverständlich für eine finanzielle Gegenleistung. Da das eh unser Plan war, nahmen wir dankend an. Wir gingen über einen schmalen Holzsteg zu seinem Boot, wo wir uns orangefarbenen Schwimmwesten anlegten und danach fühlten wie Michellinmännchen. Die Tour begann und unser kleines Boot tanzte über die Wellen in Richtung der 365 kleinen Inseln, welche angeblich bei einem Ausbruch des Vulkans Mombacho entstanden, wie unser Fahrer uns erzählte. Die meisten der Inseln an denen wir vorbeikamen waren mit Ferienvillen bebaut und gehörten reichen Familien Nicaraguas, wie zum Beispiel den Leuten die den berühmten nicaraguanischen Rum Flor de Caña brauen oder den Besitzern einer großen Kaffekette. Außerdem konnte man viele Kraniche, welche das ganze Jahr in Nicaragua bleiben, sehen. Dann fuhr uns unser Fahrer zu einer sogenannten Affeninsel. Diese gehört seiner Aussage nach einem Tierarzt und trägt ihren Namen zurecht, da auf ihr 4 Affen leben. Diese Affen gehören der Gattung der Weißkopfaffen an und wurden von unzähligen, mit Touristen gefüllten Booten umringt. Davon ließen sie sich nicht beirren und nahmen Essen von den Touristen, auch wir gaben ihnen ein Stück Banane. Sie hüpften sogar auf ein Boot, aus der Hoffnung heraus, man könnte noch mehr Futter ergattern. Als wir genug von den Affen hatten fuhren wir noch zu einer Insel, auf welcher ein Baum mit „Zauberbananen“ stand. Diese waren längliche Blüten welche tatsächlich einer Banane ähnelten. Man konnte ihre Schale abziehen, wodurch eine wunderschöne Rote Blüte zum Vorschein kam, was den Eindruck erweckte, man hätte die schöne Blume aus der Banane hervorgezaubert. Außerdem gab es eine Wasserpflanze, welche eine schöne weiß-gelbliche Blume besaß, auf welcher kleine Vögel rumspazierten. Danach machen wir uns auf den Weg zurück zum Steg, da wir uns noch mit unseren nicaraguanischen Austauschschülern treffen wollten, um gemeinsam das Poesiefestival zu genießen. Als ihr Bus angekommen war, gingen wir gemeinsam in den Park Granadas, von welchem wir zur Casa de los 3 Mundos gingen, von welcher wir uns irgendwelche kulturellen Beiträge erhofften. Dort angekommen, waren allerdings nur Bilder der Künstler, welche beim Poesiefestival auftreten zu sehen. Davon nicht allzu begeistert gingen wir wieder auf die Straßen, um dort auf den Ständen eventuelle Erweiterung für die Sammlung der Bibliothek in Dulce Nombre zu finden. Dabei nur mäßig erfolgreich machten wir uns auf den Weg um die traditionellen Tänze auf der Straße zu beobachten welche bald anfangen sollten. Diese fanden in einer Art Umzug statt, bei welchem sie sich von der Eröffnungsbühne in Richtung des Nicaraguasees bewegten. Dabei konnten man quasi alle Traditionellen Tänze Nicaraguas beobachten, wie zum Beispiel den Güegüense, aber auch andere Verkleidete Künstler waren zu sehen, wie zum Beispiel ein kleiner Junge als El Chapo oder ein Ruben Darío der mit Ernesto Cardenal zusammen der Menge winkt. Nachdem wir dieses einmalige Spektakel bewundert hatten, machten wir uns in Richtung des Sees, da wir ihn uns noch einmal gemeinsam angucken wollten. Leider war die Luft um den See herum voller Mücken und die Nicas mussten zurück nach Dulce Nombre, weshalb wir nach ein paar Fotos wieder den Rückweg antraten. Nachdem wir uns von den Austauschschülern verabschiedet hatten, blieb uns noch eine Stunde, bis wir dann auch zurück nach San Marcos fuhren, um uns dort erschöpft ins Bett fallen zu lassen.

-Alexis-

 

Tag 16

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Ein Sonnenstrahl kitzelt uns an der Nasenspitze wach. Wir betrachten ihn als frechen Boten für einen neuen Tag, welcher wie erwartet ein straffes Programm für uns bereithält. Um nicht nur uns, sondern auch unserem Busfahrer einen schönen Start in den Tag zu ermöglichen, beschlossen wir, ausnahmsweise mal pünktlich zu sein. Als wir dann so willig und bereit vor dem Hostel stehen trifft uns der Schlag der Erkenntnis: Nicht nur wir können unpünktlich sein. Unser Fahrer ist allen Ernstes noch nicht da! Nun, immerhin bekommen wir mal Gelegenheit, über unser Verhalten nachzudenken. Also war diese Imitation seitens des Busfahrers in gewisser Weise wie der erhobene Finger einer mahnenden Mutter, welche dem Kind durch den Fingerzeig klar macht, dass sein Verhalten ein Fauxpas war. Gewiss wird uns diese Lektion weit länger im Gedächtnis bleiben als jede Moralpredigt. Auf jeden Fall sind wir froh, dass unserem Chauffeur nichts Ernstes zugestoßen ist und er kurze Zeit später eintrifft, um uns zum Vulkan Mombacho zu fahren.
Wir besteigen einen großen LKW, welcher einen Motor besitzt, der uns die sehr steile Straße nach oben fährt. Auf dem Weg zur Gipfelstation des Vulkans legen wir eine kurze Pause ein, welche wir zum Genießen der Aussicht nutzen. Von hier aus kann man schon einige Dinge erkennen, wie zum Beispiel eine Menge Bäume, ein paar vereinzelte Häuser und eine Stadt namens Granada. Nach der zweiten Etappe unserer aufregenden Fahrt finden wir uns vor einem Gebäude wieder, welches uns als ein Museum vorgestellt wird. Hier darf man sich einige eingelegte Schlangen, Knochen von Säugetieren, aufgespießte Insekten, welchen man die stummen Schreie von den Lippen ablesen kann, und andere spannende Sachen ansehen. Auch ein Modell des Vulkans gibt es hier, an welchem wir uns die verschiedenen, zur Auswahl stehenden Touren erklären lassen. Aufgrund des LKW-Fahrplanes entscheiden wir uns für eine Wanderung von mittlerer Größe sowie annehmbarer Schwierigkeitsstufe. Für diesen Zweck spalten wir unsere Gruppe in zwei Zellen auf, welche mit kurzer Zeitverzögerung den Mombacho unsicher machen. Unterwegs lernen wir unglaubliche Dinge, so funktioniert der Wald auf dem Vulkan wie ein Wasserspeicher, welcher sich bei Feuchtigkeit vollsaugt. Als ich unseren Guide darauf ansprach, dass ich bisher nur von einem Schwamm gehört habe, welcher in einer Ananas wohnt, allerdings noch nie ein Wort über Ananasse aufschnappte, welche in einem riesigen Schwamm wohnen erfuhr ich, dass es hier gar keine Ananasse gibt. Diese merkwürdigen Gewächse, welche wild an jedem Stamm wuchern sind viel mehr Bromelien, welche angeblich symbiotische Lebensgemeinschaften mit den Bäumen bilden. Neben den Bromelien wachsen aber auch einige Orchideen, von welchen die meisten im Moment allerdings nicht in Blüte stehen. Wir sehen uns einen Krater des Vulkans an, welcher unter einem dichten Blätterdach begraben liegt. In diesem Moment erscheint es uns unvorstellbar, dass es sich bei diesem Berg um einen aktiven Vulkan handelt, wenngleich die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches sehr gering ist. Selbst bei unserem größten Staunen können wir unsere Kinnladen längst nicht so weit herunterklappen, wie es die Brüllaffen tun, welche mit ihrem Geschrei eine musikalische Untermalung darbieten. Beim Verlassen des Nebelwaldes fällt uns sofort auf, wie schnell sich das Klima und damit die Vegetation verändert haben. Man läuft nur einen Schritt aus der feuchten Wolke heraus, und sofort empfängt einen eine trockenere Umgebung mit anderen Pflanzen. Orchideen gibt es aber auch hier. So finden wir eine wunderschöne, violette Blüte, welche wir bereits im Wald zu sehen bekommen hatten. Allerdings fällt uns sofort auf, wie viel kräftiger die Blume durch das trockenere Umfeld und den Boden hier geworden ist. Wir konnten von einem Aussichtspunkt über eine große Entfernung auf das Land zu unseren Füßen blicken. Wir sahen den gigantischen Nicaraguasee, an welchem die Stadt Granada liegt. Auch erblickten wir die 365 Inselchen, welche vor Granada im Wasser sitzen. Die Entstehung dieser Inseln ist noch nicht vollends geklärt, also kann ein vulkanischer Ursprung nicht ausgeschlossen werden. Als wir die dampfenden Fumarolen sehen, erscheint es uns weit weniger fern, dass dieser steinerne Riese, auf welchem wir wandern, lediglich schläft. Diese Löcher speien ununterbrochen gasförmiges Wasser und einen schwefeligen Geruch aus.
Wieder im Microbus sind wir noch ein wenig betäubt von der Schönheit dieses Berges. Gemischt mit den Schwefeldämpfen vom Gipfel und der Vorfreude, mit welcher wir unserem nächsten Ziel, der ehemaligen Hauptstadt Granada, entgegenfiebern entsteht eine magische Müdigkeit, welche uns dösig macht. Für ein Nickerchen bleibt aber nicht viel Zeit, denn Granada ist schnell erreicht. Hier genießen wir neben der faszinierenden Kirche ein beflügelndes Poesiefestival. Zwar verstehen die meisten von uns nicht genug Spanisch, um die Gedichte zu verstehen, aber trotzdem erkennen die meisten von uns, dass wir es hier mit wahren Meisterwerken zu tun haben, womit ich sowohl die Gedichte selbst, als auch die Rezitationen. Da es sich um ein internationales Festival handelt, kann man ausgezeichnet die verschiedensten Variationen der Spanischen Sprache vergleichen. Die Vielfalt ist gigantisch, das Sprachspektrum reicht von Argentinischer bis zu Japanischer Aussprache und Intonation. Nach dem Vorlesen der literarischen Kunststücke beehrt uns ein angeblich überaus berühmter Musiker mit dem melodischen Klang seiner Stimme. Diesen Kerl haben wir übrigens schon beim Mittagessen am Nachbartisch beobachten können, allerdings hätte ich damals nicht gedacht, dass er nicht nur große Töne spuckt, sondern dies auch noch auf eine so bezaubernde Art macht. Als der Herr mit Singen fertig ist, beschließen wir, schlafen zu gehen, um uns für einen weiteren Tag zu kräftigen.

-Sandro-

Blick über Granada

Blick über Granada

Lila Orchidee

Lila Orchidee

Schild auf dem Vulkanwanderweg

Schild auf dem Vulkanwanderweg

Im Nebelwald

Im Nebelwald