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Ganz nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ begann der Tag für uns schon um 5 Uhr morgens, denn anders als sonst, wollten wir unser eigenes Frühstück zubereiten und dafür mussten wir noch vor der Busfahrt einkaufen. Schwer bepackt und voller Vorfreude auf das noch folgende Essen fuhren wir nach unserem Großeinkauf in die Bibliothek nach Dulce Nombre. Dort angekommen, gab es das lang ersehnte Frühstück zusammen mit Teresa, sowie Doña Miriam, Liset und Nadine von Aprodim. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Vor-und Grundschule im Dorf. Die „Prescolar“ (Vorschule) und „Primaria“ (Grundschule) kann von den Kindern schon vor der 1. bis zur 6. Klasse besucht werden und bildet somit den ersten Teil unserer Partnerschule „Instituto Corazón de Jesús“. Wir bekamen eine kleine Führung durch die einzelnen Klassenräume der Grundschule und konnten sofort Unterschiede zu unserer Schule feststellen. Zuerst stach uns natürlich die, in den Nationalfarben gehaltene, blau-weiße Schuluniform ins Auge, welche es so in Deutschland nicht gibt. Noch unbekannter war jedoch für uns die Tatsache, dass die Schüler in den Klassen alle sehr unterschiedlich alt zu sein schienen und es, wie sich heraus stellte, auch waren. Das liegt an der sinkenden Geburtenrate in Nicaragua und der damit einhergehenden sinkenden Anzahl an Schülern. Zu wenig Schüler bedeuten zu kleine Klassengrößen und deshalb müssen immer zwei Jahrgänge zusammengelegt werden. Anders als bei uns sind auch die Noten. Diese reichen von 0 bis 100, wobei 0 das schlechteste und 100 das beste Ergebnis ist. Zudem trafen wir einige Kinder an, die schon lange fleißig mit Schülern aus unserer Schule Briefe schreiben. Nach ein paar Gesprächen mit den Schülern und Lehrern setzten wir unsere Besichtigung in Richtung der „Secundaria“, dem 2. Teil des „Instituto Corazón de Jesús“ fort. Die Schule reicht von der 7. bis zur 11. Klasse und ist im Vergleich zur Jenaplan-Schule Jena, mit nur 180 Schülern und 8 Lehrern eher klein. An der Schule angekommen, bekamen wir die Möglichkeit, uns eine Stunde den Geographie-, Spanisch- oder Sportunterricht anzuschauen, was sehr interessant war. Nach dieser Stunde beendete die Direktorin die Führung in der Tischlerwerkstatt der Schule, welche momentan so gut wie leer ist, da sie sich in der Umbauphase befindet. Die Maschinen müssen noch hineingeräumt werden. Erst dann können wieder nützliche Dinge für die Schule entstehen oder repariert werden. Sie konnte uns jedoch auch einige Schränken präsentieren, die bereits repariert beziehungsweise gebaut wurden. Neben der Tischlerwerkstatt gibt es die Nähwerkstatt, in der die Schüler am Mittwoch und Donnerstag Nähunterricht haben. Dieser soll ihnen, genauso wie das Tischlern, die Möglichkeit offen halten, später einmal mit ihrem Handwerk Geld zu verdienen. Finanziert wurde und wird der Ausbau nicht nur von Aprodim, sondern auch von uns als Schülerfirma. Es war sehr schön für uns zu sehen, wo genau wir mit unserem Geld helfen und dass es auch mehr als benötigt und gut genutzt wird. Die Bedeutung der Schulpartnerschaft wurde uns hierbei erneut bewusst! Das Nachmittagsprogramm stand unter dem Thema des Weiterausbaus der Bibliothek. Um diesen möglichst weit voranzubringen, teilten wir uns in 4 Kleingruppen auf. Die 1. Gruppe baute eine Mauer aus Plastikflaschen hinter der Bibliothek weiter. Die Mauer wird benötigt, damit die Kühe vom Nachbarn nicht ständig durch den Garten laufen. Gruppe 2 bastelte aus alten Autoreifen Stühle. Die 3.Gruppe begann, eine Wand zum Schüleraustausch zugestalten und die letzte Gruppe stellte aus Muscheln Mobiles her. Am Abend konnten wir voller Stolz auf das Entstandene schauen und zufrieden einschlafen, immer im Hinterkopf das Sprichwort: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“

-Julia-

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Bemalte Reifen für die Sitze