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Der heutige Tag begann für uns mit einer sehr kalten Dusche und einem leckeren Frühstück in el Cua. Wir hatten in einer kleinen einfachen Pension übernachtet und starteten diesen Morgen um 8 zur Besichtigung der ersten Finca. Der Weg dorthin war sehr abenteuerlich und wir hatten ihn an vielen Stellen nicht für befahrbar gehalten. Aber mit genügend Geschwindigkeit und Zuversicht ging alles gut und auch der ein oder andere Fluss wurde mit dem Auto durchquert. Als wir schließlich in der Finca angekommen waren, regnete es relativ stark, was nicht besonders typisch für diese Jahreszeit ist. Wir machten uns aber trotzdem gemeinsam mit dem Bauern auf, in Richtung Kakaopflanzen. Auf dem Weg erklärte er uns einiges über die Finca und über Kakao allgemein. Diese Finca ist ungefähr 65 Manzanas groß, was 130 Hektar sind. Auf diesen wird Kaffee und Kakao angebaut, aber auch andere Pflanzen wie Bananen, Gewürze und andere Früchte. Doch wir haben uns nur die Kakaopflanze genauer angesehen. Die Pflanze an sich wird bis zu 7 Meter hoch und wird nach einem bestimmten Schema gestutzt, damit man die Früchte besser ernten kann und sie mehr Früchte trägt. An einem Baum hängen normalerweise bis zu 50 Früchte, die erst grün, dann rot und dann gelb werden. Je nach Sorte können sie dann verschiedene Farben zum Zeitpunkt der Ernte haben. Das interessante ist, dass die Pflanze permanent Blüten und Früchte hat, was bedeutet, dass man das ganze Jahr über ernten kann. Doch trotzdem gibt es die meisten reifen Früchte zwischen August und September. Nachdem wir noch einiges mehr über die Pflege und die Ernte des Kakaos erfahren hatten, waren wir selbst gefragt und jeder durfte eine reife Schote ernten. Danach sind wir wieder zurück zu den Autos gelaufen und weiter zur nächsten Station gefahren: Ein Standort von Sopexxca mit einer Art Jugendherberge, wo wir die nächste Nacht verbringen sollten. Dort sind wir dann nach einer weiteren recht turbulenten Fahrt angekommen und mit einem leckeren Mittagessen begrüßt worden. Nach dem Mittag ging es schon gleich weiter zur nächsten Finca, die ebenfalls vorrangig Kaffee und Kakao anbaut. Diese legte jedoch, im Gegensatz zu der Ersten, Wert auf organischen Anbau und verwendete keine Schädlingsbekämpfungsmittel oder Ähnliches. Dort sahen wir uns genauer den Prozess der Kreuzung an, denn das wird häufig gemacht. Dabei setzt man an einen schwächeren Baum, der beispielsweise nicht so viele Früchte trägt, einen kleinen Zweig eines anderen Baums an und dadurch wird er stärker. Leider funktioniert das nicht immer so gut und teilweise brechen die kleinen Zweige wieder ab und vertrocknen. Schließlich sind wir dann wieder zurück gelaufen und haben den, in verschiedensten Grüntönen leuchtenden Urwald und die Plantagen im Licht der untergehenden Sonne bewundert. Zurück bei Sopexxca haben wir noch einen kleinen Film über die Kooperative gesehen und hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und genaueres über sie zu erfahren. Anschließend gab es Abendbrot und ein kleines Kulturprogram mit traditionellen Tanzeinlagen von einigen Leuten aus der Gemeinde. Das war sehr interessant und später spielte auch noch eine kleine Musikgruppe für uns. Bei einem gemütlichen Lagerfeuer hatten wir die Möglichkeit, uns über das gemeinsame Tanzen besser kennenzulernen, was uns allen viel Freude bereitet hat. Der Abend klang dann langsam aus und wir legten uns unter unseren Moskitonetzen zur Ruhe…

-Frieda-

 

Ernten einer reifen Kakaobohne

Ernten einer reifen Kakaobohne