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Karnevalsumzug Granada

Karnevalsumzug Granada

Vom Geräusch des Ventilators in unserem Hotel geweckt, beschlossen wir aufzustehen, da es eh schon morgens war. Wir machten uns also auf den Weg, um Frühstück zu finden. Wir liefen hungrig und noch ein Bisschen müde durch halb Granada, bis wir dann doch ein Hotel fanden, welches ein Frühstücksbuffet anbot. Wir fackelten also nicht lange und bezahlten die geringen Eintrittskosten ins Schlaraffenland. Einmal drinnen, konnten wir uns so viel Essen vom Buffet nehmen, wie unser hungriger Bauch begehrte. Das Buffet umfasste alle Speisen, welche man in Nicaragua typischerweise frühstückt, wie zum Beispiel Gallo Pinto, Tortilla und Queso Frito, aber auch Toast, Marmelade und Joghurt. Das Beste war allerdings, die Möglichkeit sich bei den Hotelmitarbeitern einige Speisen zu bestellen, welche dann an den Tisch geliefert wurden. So konnte man sich zum Beispiel Pancakes oder Omelett bestellen. Diesen Lieferservice nutzen wir so extrem, das wir nach c.a.2 Stunden ausgelassenem Gelage immer weiter mit Essen versorgt wurden welches wir nicht bestellt hatten. Ein Grund für unseren unnatürlichen Hunger war die Tatsache, dass uns prophezeit wurde es gäbe heute kein Mittagsessen. Nachdem wir uns irgendwie aus dem Hotel befördert hatten, was nicht leicht war, da unsere Bäuche während des Festmahls auf die doppelte Größe angeschwollen waren, oder wir uns zumindest so fühlten, wollten wir uns zum Lago Cocibolca, dem Nicaraguasee begeben. Da es anscheinend einen Streik der Taxifahrer, oder so etwas in Granada gab, mussten wir den Weg zum Wasser laufen, was aber nicht allzu sehr schmerzte, da wir eh noch keinen Morgensport gemacht hatten. Auf dem Weg zum See konnte man weitere Vorbereitungen für das Poesiefestival beobachten, welches bereits am Vortag eröffnet wurde. Am Wasser abgekommen mussten wir noch zu den Booten laufen, da wir von dort aus eine Tour in den Islettas von Granada machen wollten. Auf dem Weg überfielen uns Unmengen von Mücken, welche den Boden komplett überdeckte, so dass man dachte man laufe auf einem Fliegenteppich. Als wir die Bootsstege erreichten, machte uns ein Nicaraguaner in grünem T-Shirt ein Angebot, dass wir mit seinem Boot durch die Islettas fahren könnten, selbstverständlich für eine finanzielle Gegenleistung. Da das eh unser Plan war, nahmen wir dankend an. Wir gingen über einen schmalen Holzsteg zu seinem Boot, wo wir uns orangefarbenen Schwimmwesten anlegten und danach fühlten wie Michellinmännchen. Die Tour begann und unser kleines Boot tanzte über die Wellen in Richtung der 365 kleinen Inseln, welche angeblich bei einem Ausbruch des Vulkans Mombacho entstanden, wie unser Fahrer uns erzählte. Die meisten der Inseln an denen wir vorbeikamen waren mit Ferienvillen bebaut und gehörten reichen Familien Nicaraguas, wie zum Beispiel den Leuten die den berühmten nicaraguanischen Rum Flor de Caña brauen oder den Besitzern einer großen Kaffekette. Außerdem konnte man viele Kraniche, welche das ganze Jahr in Nicaragua bleiben, sehen. Dann fuhr uns unser Fahrer zu einer sogenannten Affeninsel. Diese gehört seiner Aussage nach einem Tierarzt und trägt ihren Namen zurecht, da auf ihr 4 Affen leben. Diese Affen gehören der Gattung der Weißkopfaffen an und wurden von unzähligen, mit Touristen gefüllten Booten umringt. Davon ließen sie sich nicht beirren und nahmen Essen von den Touristen, auch wir gaben ihnen ein Stück Banane. Sie hüpften sogar auf ein Boot, aus der Hoffnung heraus, man könnte noch mehr Futter ergattern. Als wir genug von den Affen hatten fuhren wir noch zu einer Insel, auf welcher ein Baum mit „Zauberbananen“ stand. Diese waren längliche Blüten welche tatsächlich einer Banane ähnelten. Man konnte ihre Schale abziehen, wodurch eine wunderschöne Rote Blüte zum Vorschein kam, was den Eindruck erweckte, man hätte die schöne Blume aus der Banane hervorgezaubert. Außerdem gab es eine Wasserpflanze, welche eine schöne weiß-gelbliche Blume besaß, auf welcher kleine Vögel rumspazierten. Danach machen wir uns auf den Weg zurück zum Steg, da wir uns noch mit unseren nicaraguanischen Austauschschülern treffen wollten, um gemeinsam das Poesiefestival zu genießen. Als ihr Bus angekommen war, gingen wir gemeinsam in den Park Granadas, von welchem wir zur Casa de los 3 Mundos gingen, von welcher wir uns irgendwelche kulturellen Beiträge erhofften. Dort angekommen, waren allerdings nur Bilder der Künstler, welche beim Poesiefestival auftreten zu sehen. Davon nicht allzu begeistert gingen wir wieder auf die Straßen, um dort auf den Ständen eventuelle Erweiterung für die Sammlung der Bibliothek in Dulce Nombre zu finden. Dabei nur mäßig erfolgreich machten wir uns auf den Weg um die traditionellen Tänze auf der Straße zu beobachten welche bald anfangen sollten. Diese fanden in einer Art Umzug statt, bei welchem sie sich von der Eröffnungsbühne in Richtung des Nicaraguasees bewegten. Dabei konnten man quasi alle Traditionellen Tänze Nicaraguas beobachten, wie zum Beispiel den Güegüense, aber auch andere Verkleidete Künstler waren zu sehen, wie zum Beispiel ein kleiner Junge als El Chapo oder ein Ruben Darío der mit Ernesto Cardenal zusammen der Menge winkt. Nachdem wir dieses einmalige Spektakel bewundert hatten, machten wir uns in Richtung des Sees, da wir ihn uns noch einmal gemeinsam angucken wollten. Leider war die Luft um den See herum voller Mücken und die Nicas mussten zurück nach Dulce Nombre, weshalb wir nach ein paar Fotos wieder den Rückweg antraten. Nachdem wir uns von den Austauschschülern verabschiedet hatten, blieb uns noch eine Stunde, bis wir dann auch zurück nach San Marcos fuhren, um uns dort erschöpft ins Bett fallen zu lassen.

-Alexis-