Tag 2

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Arbeit an den Hängesitzen

Arbeit an den Hängesitzen

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Kostüme für die nicaraguanischen Feste „Toro huaco“ und „El Güegüense“

Heute morgen wurden wir erneut von einem Mix aus lautem Hupen auf den Straßen von San Marcos und Vogelgezwitscher geweckt. Auf dem Weg durch die Stadt zum Frühstück waren wir beeindruckt von den bunten Häusern, den streunenden Hunden, dem Müll am Straßenrand, dem quirligen Treiben und den vielen kleinen Ständen mit verschiedensten Gerichten, frischen Früchten, Kleidung und vielem mehr.

Später sind wir dann losgefahren nach Diriamba, das ist eine Stadt hier in der Nähe von San Maros. Die Fahrt dort hin war ein kleines Abenteuer für sich, da wir mit dem öffentlichen Bus unterwegs waren und der Fahrstil hier auch ein ganz eigener ist. Wegen Abfahrtszeiten braucht man sich keine Gedanken zu machen und die Haltestellen erahnt man mit ein bisschen Glück.

In Diriamba haben wir uns dann gemeinsam mit den Austauschschülern auf den Weg zu unserem Hängemattenworkshop gemacht. Dieser findet in einer Art Behindertenwerkstatt statt. Das Ziel  ihrer ist es, den sowohl geistig als auch körperlich eingeschränkten Leuten aus der Umgebung ein Stück weit Selbstständigkeit zu erlernen und bietet ihnen dafür ein sehr schönes Umfeld mit vielen verschiedenen Möglichkeiten. Für uns und die Schüler aus Dulce Nombre war es sehr interessant, den Tag mit diesen Leuten zu verbringen und uns von ihnen beibringen zu lassen, wie man Hängematten knüpft. Es macht viel Spaß, ist aber auch  eine unglaublich mühsame Arbeit, die sehr viel Konzentration und Zeit bedarf und bei der jeder Fehler verheerend ist.

Außerdem hatten wir heute noch Spanischunterricht gemeinsam mit den Nicas, wobei man gleich die Gelegenheit hatte, sich gegenseitig etwas kennenzulernen und auszutauschen.

Später bekamen wir noch eine kleine Führung zu einigen Sehenswürdigkeiten von Diriamba wie zum Beispiel der Kathedrale, einer Tanzakademie, einem alten Theater und einem großen Wandgemälde. Oft weiß man gar nicht, wohin man zuerst gucken soll, weil es einfach so viel zu sehen gibt, was einem völlig neu ist.

Abends sind wir dann wieder zurück nach San Marcos gefahren, sortierten die vielen neuen Eindrücke, versteckten uns vor den Mücken und genossen den warmen Abend.

-Lotta-